Während neue Technologien und die Digitalisierung an sich 2020 mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie erheblich an Bedeutung gewonnen haben, ging dieser...
Während neue Technologien und die Digitalisierung an sich 2020 mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie erheblich an Bedeutung gewonnen haben, ging dieser Umbruch an Personalverantwortlichen nicht spurlos vorüber. Mitarbeitende konnten bequem von Zuhause aus arbeiten und dabei trotzdem mit ihren Vorgesetzten in Verbindung bleiben. Im Zuge dessen erforderte jedoch diese Art und Weise, wie in der virtuellen Welt gearbeitet, kommuniziert und interagiert wird, neue Management- und Führungsfähigkeiten. Führungskräfte müssen nun anders handeln, ihre eigene Rolle überdenken und sich im Zuge dessen neue Fähigkeiten aneignen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Kontinuität im Geschäftsablauf zu sichern, ist es außerdem an den Unternehmen selbst, Führungskräfte in leitenden Positionen auf diesem neuen Weg der Mitarbeiterführung und -förderung zu unterstützen.
Im Zuge dessen untersuchte das Marktforschungsinstitut Appinio im Auftrag von Talentsoft im Rahmen einer repräsentativen Studie die Entwicklung der Rolle des Managers in Deutschland. Dazu befragte Appinio Führungskräfte und Mitarbeitende zu den Themen Kommunikation und Unterstützung während der Pandemie.
Im Rahmen der Studie befragte das Marktforschungsunternehmen Appinio im Auftrag von Talentsoft deutschlandweit 105 Führungskräfte und 400 Arbeitnehmer beider Geschlechter im Alter von 18 bis 99 Jahren über die Rolle des Managers sowie über Themen Kommunikation und Unterstützung während der Pandemie. Auf diese Weise sollten neue Entwicklungen zur Rolle des Managers ermittelt werden. Die Befragungen der Führungskräfte und Angestellten wurden mobil bzw. online vom zweiten bis zum vierten Juni 2021 durchgeführt.
Die Entwicklung in Richtung einer flexibleren Arbeitswelt schritt bislang langsam, aber stetig voran. So gaben bereits 2019 vier von zehn Unternehmen im Rahmen einer Bitkom-Umfrage an, dass einzelne Mitarbeiter ganz oder zumindest teilweise im Homeoffice für sie tätig sind – und damit fast doppelt so viele wie noch fünf Jahre zuvor.
Die Corona-Krise hat nun mit Millionen von Mitarbeitern im Homeoffice bewirkt, was im Normalfall wahrscheinlich erst in den nächsten fünf bis zehn Jahren flächendeckend in Deutschland und der Welt an der Tagesordnung gewesen wäre. Flexibles Arbeiten und die Fähigkeit, auch über große Entfernungen hinweg dauerhaft produktiv zu kommunizieren, gehören damit nicht mehr länger zur Kür. Wollen Unternehmen trotz aller Widrigkeiten geschäftsfähig bleiben, sind agile Arbeitsmodelle jetzt ein Pflichtprogramm.
Für Unternehmen heißt das, neue Prozesse zu etablieren, die sicherstellen, dass diese Form der Zusammenarbeit zeit- und ortsunabhängig funktioniert. Hierfür reicht es allerdings nicht aus, nur an einzelnen Stellschrauben nachzujustieren oder entsprechende Lösungen zu implementieren. Was es braucht, ist ein umfassendes Konzept, das den konstruktiven Kontakt zwischen den Mitarbeitern und ihren Vorgesetzten nicht ausschließt. Denn gerade jetzt müssen Führungskräfte lernen, Mitarbeiter zu führen und zu motivieren, selbst wenn sie nicht physisch anwesend sind.